Das Schmierentheater geht weiter.
Dez 8th, 2008 | By Martin Eckhard | Category: UncategorizedIch habe ja bereits kurz erwähnt, dass es vor 14 Tagen in der IWB einen Artikel gab, der zu vielerlei Diskussion Anlass gab. Heute erschien die neue Ausgabe des Blattes und es wurden erneut starke Vorwürfe in Richtung Affiliate-Branche gemacht.
Ich stimme zu, dass es im Performance-Marketing Themen gibt, die endlich einmal wirklich besprochen und gelöst werden müssen. Der Umgang der Branche mit Cookie-Spreadern gehört sicherlich dazu, ebenso wie die Abhängigkeit kleinerer Affiliates vom ehrlichen Tracking der Netzwerke oder Merchants.
Doch ein Beitrag zur Diskussion oder Problemlösung ist auch der neuerliche Artikel der Schreiber aus der Verlagsgruppe Ebner meines Erachtens nicht. Denn dazu gehört, wie ich finde, eine objektive Betrachtung der Probleme, an der es den Artikeln fehlt. Im Grunde müsste man die gesamte Werbebranche betrachten. Denn die Performance-Vermarktung enstand und wuchs in den letzten Jahren unter hoher Akzeptanz der Werbetreibenden. Denen sind Praktiken wie Cookie-Dropping im übrigen auch nicht erst seit Gestern bekannt und herzlich egal, denn beschissen werden hierbei schließlich nicht sie, sondern die ehrlich arbeitenden Affiliates.
Wie groß das Ausmaß dessen ist, wäre übrigens eine weitere Interessante Frage die es zu Klären gilt. Da kann dieser Abschnitt im Gemeiner Affiliate Blog auch nur ein Anfang sein.
Besagt doch eine Netzwerk-Studie im Bereich Retail und Shopping, dass bereits 77 Prozent der Sales innerhalb der Session getätigt werden, weitere 5 Prozent innerhalb eines Tages. Dies bedeutet, dass wenigstens 80 Prozent der Sales denjenigen Affiliates zugerechnet werden können, die auch eine Werbeleistung erbracht haben und somit zu Recht vergütet werden.
Insgesamt bin ich von der journalistischen Aufarbeitung des Themas enttäuscht und ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass hier alte Verbundenheiten gepflegt werden.
Der Zeitpunkt scheint mir dabei übrigens nicht unerheblich zu sein. Denn sollte die Rezession zuschlagen, leidet sicherlich die Affiliate-Branche durch ihre skalierbaren Aufwendungen für den Werbeerfolg nicht zuerst unter den Folgen.
Und während die Klassiker nicht nur Probleme mit der Ertragssicherung, sondern auch damit haben, den Erfolg Ihrer Maßnahmen zu beziffern und zu verifizieren, beschmeisst die Journaille eine erfolgreiche Disziplin mit journalistischem Dreck. Denn wir wissen alle: Irgendwas wird schon hängen bleiben.
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